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Hanna Tamara Weich 

27. März – 28. September 2005

Eine kurze Zeit.
Und dennoch hast Du in Deinem Leben unsagbar viel bewirken können.

Die Liebe die Du erfahren durftest, hast Du den Menschen durch Dein Vertrauen 
und Deine Liebe in Fülle zurück gegeben.

Ohne selbst gehen zu können, hast Du uns den Weg gezeigt.
Ohne eigene Worte konntest Du unsere Fragen beantworten.
Menschen die glaubten alles verstehen und messen zu können, hast Du zum nachdenken bewegt.
  Wo der Weg endete, hast Du Brücken gebaut und Türen zu Herzen aufgestossen die lange verschlossen waren. 

Zu einfach sind wir geschaffen, um Dein Leben und Deinen Tod begreifen zu können. Wir Fragen nicht und trotzdem erhalten wir Antworten. Können wir, die Eltern, je den Schmerz über den Tod unseres Kindes überwinden. Nein, wir wollen es nicht! Auch im Schmerz bist Du bei uns und wir möchten keine Minute missen, nicht die Guten und auch nicht die Schlechten.

Wir danken Dir für alles, was wir von Dir lernen durften.             

Deine Eltern Elke und Ralf Weich,                            Steinen, 05.Okt.2005
Großeltern und Familie.


Dies ist keine Seite des Abschieds, sondern eine Seite der Besinnung,
die uns hilft, in ruhigen Momenten, eines Menschen zu gedenken,
der diese Welt und unser Leben bereichert hat und bereichern wird.

„Ein neues Leben können wir nicht beginnen,
aber mit viel Mut und festem Willen jeden Tag einen neuen Tag“


Nachtrag 09.10.05
Gestern wurde ich gefragt, wie wir „das alles“ ertragen können
und ob wir unsere Kraft eventuell aus unserem Glauben schöpfen.
Diese Frage stellen wir uns wohl alle! 

Zuerst versuchte ich mir über die Bedeutung des Wortes „Glauben“ klar zu werden.
Ich glaube wohl an den elektrischen Strom, den ich kann ihn „sehen“,
wenn er den Draht in der Glühbirne zum Leuchten bringt, oder er einen Motor dreht.

Ich glaube auch an den Ultraschall, wenngleich ich ihn nicht hören kann.
Denn die moderne Technik macht ihn messbar                                                 und die Fledermaus kann durch das Dunkel fliegen.
Nein, wenn das glauben ist, dann muß es wohl etwas anderes sein,
daß sich nur ansatzweise beschreiben lässt.

Kann ein Blinder, der noch nie einen Strahl der Sonne gesehen hat,                      an den Regenbogen glauben und sich die Schönheit seiner Farben vorstellen?

Ist Realität nicht auch eine Frage, des Blickwinkels und der eigenen Sichtweise.
Ist die Wahrheit von heute auch morgen noch gültig?
Hätten die Menschen der Vergangenheit, die Gegenwart für möglich gehalten und sie überhaupt verstehen können? Wo wären wir heute, wenn Menschen wie Galileo Galilei und Christoph Kolumbus nicht nach neuen Wahrheiten und Wegen gesucht hätten?

Wenn wir nach Gesetzen der Logik Fragen stellen, finden wir keine Antwort,
nur Ratlosigkeit, eine dunkle Leere und Schmerz.

Vielleicht ist es ein Gefühl zwischen vertrauten Menschen, wie es jeder schon einmal verspürt hat, das aber nicht in Maßeinheiten bewertet werden kann,
oder wissenschaftlich nachweisbar ist. Dennoch ist dieses Gefühl stärker als der Tod,
ebenso real und doch unfassbar, wie ein Sonnenstrahl und in der Lage Zeit und Raum zu überwinden.
Wie ein Kind im Mutterleib heranwächst und mit ihm so viele Hoffungen,
so wächst auch unser Verständnis und unsere Zuversicht mit jedem Tag im Lernprozess des Lebens.

In den schwersten Stunden haben uns viele liebe Menschen gestützt.
Wir hoffen auch Anderen mit diesen Worten Kraft geben zu können
und wollen Euch an unseren Erfahrungen teilnehmen lassen.

Nachtrag, Steinen, 26.10.05
Es ist der Lauf des Lebens, daß ein Kind das Zuhause seiner Eltern verlässt.
Zuerst nur für ein paar Stunden, wenn es in die Schule geht.
Später dann immer länger, wenn es seine eigenen beruflichen Wege geht,
den Wohnort wechselt und seinen Lebenspartner findet.
Die räumliche und zeitliche Trennung kann wenige Tage und Kilometer sein,
oder eine unüberbrückbare Distanz auf unbestimmte Zeit bedeuten.
Das Band das Eltern und Kinder bindet, wird dadurch nicht zerrissen.

Es ist schwer für uns, Hanna nicht mehr in die Arme schließen zu können,
und sie sehen, hören, spüren zu können. Trotzdem fühlen wir sie noch immer.
Wir wissen nicht wo sie ist. Das uns Bekannte ist verschwunden.
Dennoch ist sie nicht verloren, aufgelöst im Nichts. Gibt es das überhaupt?

Unser Vorstellungsvermögen endet beim Unendlichen und beim Nichts.
Was war am Anfang aller Dinge und was war eine Sekunde davor?
Wo endet das Weltall und was ist ein Meter dahinter?
In unserem Denken benötigt alles einen Ursprung.
Jedes zukünftige Ereignis ist die Folge eines vorangegangenen Ereignis
(Aktion = Reaktion, Ursache und Wirkung).
Betrachten wir die Vergangenheit als unveränderbar, so wäre demnach
auch die Zukunft festgelegt, da sie eine Folge von Abläufen sind,
die untrennbar im direkten Zusammenhang stehen.

Ein Leben ist endlich, das ist gewiß, doch tief in uns spüren wir,
daß Hannas unauslöschbares Wesen immer da sein wird.

Vieles wird verändert, doch nichts geht verloren,
wenn sich die Raupe zum Schmetterling wandelt.

Sicher fühlen wir immer wieder einen tiefen Schmerz in uns,
dennoch möchten wir nicht über den „Verlust“ von Hanna klagen,
sondern begreifen ihr Leben als Geschenk.

Wir durften eine wunderschöne Zeit zusammen erleben
und sind dankbar für die Kraft und Zuversicht, die Sie uns fortwährend schenkt.

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